politische Ziele

Frauen

Über die ASF bewege ich für mich wichtige Themen im Bereich Gleichstellung. Ich weiß aus eigener Erfahrung und aus verschiedenen Perspektiven, wie es ist, Frau, Mutter, selbständig, Chefin zu sein. Die Vereinbarkeit von Familie (und nicht nur von Kindern!) und Beruf ist Notwendigkeit, um unabhängig leben zu können, jetzt und auch im Alter. Das müssen wir politisch absichern.

Aber auch die Kehrseiten vom Frau sein bedürfen der politischen Ausleuchtung: Gewalt, weil das vermeintlich körperlich schwächere Geschlecht. Armut, weil diejenige, die sich um Kinder und pflegebedürftige Familienangehörige kümmert und deshalb nicht „produktiv“ ist. Sichtbarkeit, weil jahrhundertlang völlig okay war, dass Frauen in der zweiten Reihe stehen, und unsere Gesellschaft das immer noch lebt. Entgeltgleichheit, auch wenn Frauen zufrieden sind, wenn sie sich vermeintlich sinnvoll betätigen, auch das verdient genauso entlohnt zu werden wie bei Männern, die den gleichen Job ausüben. Strukturelle Defizite angehen, wo immer noch ein Job besser bezahlt wird, der dazu führt dass ein Produkt hergestellt wird, als derjenige, der sich um die Menschen kümmert.

Das muss sich ändern, und dafür gebe ich gerne meine Freizeit, damit wir das überall diskutieren und unsere Gesellschaft ein Stück weit gerechter und damit besser wird.

Steuern

Als Unternehmerin im Bereich Steuerberatung habe ich jeden Tag mit dem Thema von zwei Blickwinkeln aus zu tun. Zum einen als Beraterin zur Anwendung des umfangreichen Steuerrechts, zum anderen als Unternehmerin und Zahlerin eigener Steuern.

Was geht hier gar nicht? Steuern hinterziehen, ob als SchwarzarbeiterIn oder als UnternehmerIn. Denn egal wie komplex die Steuergesetze sind, sie refinanzieren unseren Staat. Wer findet, die Steuern sind zu hoch, muss sich politisch engagieren und sich dafür einsetzen dass die Steuern sinken. Ansonsten bitte einfach zahlen was gesetzlich entsteht.

Ich bin nicht angetreten, um Steuersenkungen für die Wirtschaft zu erzielen. Meine Idee ist eine gerechte Steuer- und Sozialpolitik. Dafür müsste sie aber radikal verändert werden.

Rentenversicherung müsste jedeR zahlen, Beamte, Selbständige, ArbeitnehmerInnen. Und zwar nicht in priviligierte Versorgungswerke oder Pensionskassen, sondern in ein öffentliches System. Schluss mit Ausnahme.

Krankenkasse muss ein System sein, nicht privat oder gesetzlich, Schluss mit der Zweiklassengesellschaft! Und die Beiträge für Selbständige müssen sich endlich nach dem realen Verdienst bemessen, nicht an einer fiktiven Mindest-Bemessungsgrundlage! Und nur auf das was man auch wirklich verdient, und das muss dann auch dazu führen, dass man rückwirkend Beiträge zurück bekommt, wenn der Gewinn über das Jahr gesehen gesunken ist.

Arbeitslosenversicherung umgestalten, und einen Anspruch haben, der sich an den bisher geleisteten Arbeitsjahren bemisst. Arbeit macht stolz, und arbeitslos sein darf nicht dazu führen, dass man innerhalb kürzester Zeit alles verliert, was man sich in langen Jahren mühsam erarbeitet hat. Dafür hat man sich nämlich versichert in diesem System.

Schluss mit Splittingtarif, unverheiratete Paare und allein Erziehende werden dabei nämlich benachteiligt! Wer ist denn hier Leistungsfähiger? Wenn beide arbeiten wird z.B. auch zweimal Krankenkasse bis zur Beitragsbemessungsgrenze entrichtet. Damit sind zwei Leute mit zwei mal gleich viel Einkommen schon wirtschaftlich schlechter gestellt als die Alleinverdienerehepartner. Von der zeitlichen Belastung mal ganz abgesehen! Also Leistungsfähigkeit scheidet bei der Splittungdiskussion schon mal aus, würde ich meinen!

Gewerbesteuer endlich flächendeckend auf alle Betriebe ausdehnen, die es am Markt gibt, die Unterscheidung zwischen freien Berufen und Gewerbebetrieben ist überholt, anfällig und intransparent!

Börsenumsatzsteuer, um die zu besteuern, die Umsatz an der Börse generieren. Wer Brötchen kauft zahlt Umsatzsteuer, wer Aktien kauft dann eben auch!

Vermögen besteuern, genau wie Arbeit! Dazu gehört eine Vermögensteuer, damit wir endlich mal wieder erfassen, wer was in diesem Land besitzt.

Dazu gehört eine Erbschaftsteuer, auch für Firmenerben, die sich an der realen Bereicherung bemisst. Schluss mit der Debatte, dass das jemanden belastet der viel Geld hat. JedeR der Einkommen- oder Lohnsteuer zahlt hat seinen Teil an der Refinanzierung dieser Gesellschaft geleistet, jedeR der Umsatzsteuer zahlt hat im Zweifel schon Lohnsteuer gezahlt, also Schluss mit der Jammerei dass das doch alles schon mal besteuert wurde, das wurde das Geld auch, was man noch übrig hat, um Miete und darüber Grundsteuer zu zahlen. Aber Mieter haben eben keine so starke Lobby, bei den reichen Erben und den Vermögenden ist das definitiv anders.

Aber dadurch wird es ja nicht gerechter, nur weil einer lauter schreit als der andere. Und für die breite Masse eine Stimme zu erheben, die sich an einer gerechten Besteuerung ausrichtet will ich gerne tun und diskutieren.